Kunsttage Elze 2017

Bereits zum 8. Mal finden die Kunsttage am 4. und 5. März im Elzer Schulzentrum im Heilswannenweg statt. Innerhalb kürzester Zeit hat sich der Kunsthandwerkermarkt in Elze bei Hildesheim zu einem Geheimtipp in der Region entwickelt. Rund 50 Künstler präsentieren erlesenes und traditionelles Kunsthandwerk kombiniert mit trendigem Design. Schwerpunkte bilden diesmal, passend zum bevorstehenden Frühling, die Themen Garten- und Dekoartikel, farbenfrohe Schmuckkreationen und textile Accessoires.
Bereits vor dem Schulzentrum im Außenbereich zeigt der Metallkünstler Thomas Thiel aus Wallhöfen stilvolle Vogelskulpturen für den Garten. Dabei wählt er für die Formgestaltung einen passenden Findling aus und verbindet diesen mit den Materialien Edelstahl und Glas zu einem eindrucksvollen Gesamtbild. Auf diese Weise entstehen sowohl meterhohe Vögel als auch kleinere Exemplare für jeden Standort.
Objekte umwidmen und zu echten Designer-Stücken aufwerten, geht das? Es geht! Die Schmuck-Designerin Charlotte Koch aus Elze zeigt bei den Kunsttagen, wie aus Kaffee-Kapseln unverwechselbare Unikate entstehen, wie z.B. Schmuckanhänger oder Schachteln, denen man ihr „erstes Leben“ als Gebrauchsobjekte nicht mehr glauben mag. Den gleichen Anspruch verfolgt auch Ingrid Laube aus Neustadt am Rübenberge. Ihre Ausstellungsmaterialien sind u.a. antike, massiv-silberne Gabeln und Löffel. Jedes der Schmuckstücke ist meisterlich verarbeitet und wird gleichzeitig zu einem lebendigen Stück Geschichte. Die Bestecke offenbaren ihre Vergangenheit anhand von Gravuren und Jahreszahlen, die bei der Verarbeitung erhalten geblieben sind. Die Künstlerin entwirft und fertigt Schmuckstücke auch aus den eigenen Bestecken ihrer Kunden, so dass der Erinnerungswert und der persönliche Bezug erhalten bleibt. So werden die mitunter über Generationen vererbten Bestecke mit individuellem Wert zu einzigartigen Schmuckstücken wie Kettenanhängern, Ringen, Armreifen oder Flaschenöffnern verarbeitet.
Ein echter Hingucker sind die Patchwork- und Quiltarbeiten von Maria Gibson aus Salzhemmendorf. Ihre aufwendig gearbeiteten Wandteppiche, Kissen und Decken sind mit verschiedenen Ornamenten und Applikationen verziert. Für das Erreichen eines gleichmäßigen Stichbildes erfordert das Handquilten viel Übung, da die Stiche stets gleich lang auf Vorder- und Rückseite sein müssen. An den mehr als vier Quadratmeter großen ausgestellten Wandteppichen hat Sie mehrere Monate gearbeitet.
Österlich geht es am Stand von Bärbel Schnellle zu. Sie begeistert mit mühevoll verzierten Natureiern, denen sie mithilfe eines Zahnarztbohrers ein wunderschön gefrästes Muster verleiht. Einige dieser Kunstwerke integriert sie in ihre selbstgebundenen Sträuße und Kränze aus Moos.
Viele Künstler lassen sich beim Arbeiten über die Schulter schauen und die Besucher können bei verschiedenen Vorführungen die Entstehung der Produkte und die Techniken genauer kennenlernen, wie z.B. beim Holzkünstler Peter Piech aus Gehrden. Er fertigt individuelle Holzkugelschreiber, die in ihrer Holzart, Farbe und Form nach den Wünschen der Besucher gefertigt werden. Künstlerin Anke Priesemann aus Hannover zeigt wie bei einer Temperatur von 1200 Grad Farbglasstäbe zu tollen Schmuckkreationen wie Herzen, Tropfen oder auch Blätter als Ohranhänger vor Ort gefertigt werden.
Das weitere Spektrum ist sehr vielfältig und reicht von Gestecken, Aquarellbildern, Ostereiern, Stickereien, Teddybären und Waldorfpuppen, Serviettentechnik, Mosaiken, Grußkarten, Schmuckunikaten aus Gold und Silber bis hin zu zeitlosen Skulpturen für den Garten.
Nach dem gemütlichen Bummel und Fachsimpeln lädt zum Ausruhen mit kleinen Speisen und Getränken das Künstlercafé ein. Zur Auswahl stehen mehr als 30 verschiedene Kuchen und Torten, die von den Ausstellern gebacken wurden.
Ort: Schulzentrum Elze (Krüger-Adorno-Schule)
Adresse: Heilswannenweg 32, 31008 Elze
Termin: 4. und 5. März 2017
Öffnungszeiten: Sa. 13:00 bis 18:00 Uhr und So. 11:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt: 2 Euro – Kinder frei (bis 12 Jahren)
(Der Eintrittspreis wird bei vielen Künstlern ab einem Mindestumsatz von 20 Euro erstattet)